Neu-Erscheinung: Buch "Zürcher Needle-Park - ein Stück Drogengeschichte und -politik 1968 - 2008" von Peter J. Grob und Fotos von Gertrud Vogler

Zwischen November 1988 und Februar 1992 wurden
den Drogensüchtigen auf dem Zürcher Platzspitz über
7 Millionen Spritzen- und Nadelsets und 2 Millionen Zusatznadeln
abgegeben; es wurden medizinische Hilfeleistungen,
darunter 6700 künstliche Beatmungen,
durchgeführt. All dies war staatlich geduldet, obwohl
1975 das schweizerische Betäubungsmittelgesetz verschärft
und Besitz und Konsum illegaler Drogen unter
Strafe gestellt worden waren.
Das Buch beschreibt das Alltagsleben auf dem Platzspitz,
das breite Spektrum von Menschen, die sich dort aufhielten.
Es erzählt vom Drogenhandel, den wissenschaftlichen
Erkenntnissen und von den Reaktionen der Politik
und der Medien. Im Schlussteil wird von der langsamen
Abkehr von der Repression berichtet, von der Behandlung
von Drogensüchtigen mit der Ersatzdroge Methadon und
sogar mit Heroin, der Verbesserung der Überlebenshilfe,
den politischen Auseinandersetzungen und schliesslich
von der Annahme eines neuen Betäubungsmittelgesetzes
durch das Stimmvolk im Jahr 2008. Den Text ergänzen
eindrückliche Fotos von Gertrud Vogler.
Die Autoren:
Peter J. Grob, emeritierter Professor der Medizin. Ehemaliger Leiter der klinischen Immunologie am Zürcher Universitätsspital, in vielen Gremien zur Bekämpfung von Hepatitis und Aids tätig gewesen.
Gertrud Vogler, ehemals Bildredaktorin bei der WochenZeitung in Zürich, fotografiert und dokumentiert seit Jahren das andere Zürich.
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