Angebot methadon-, buprenorphin- und morphingestützte Behandlung für Konsumierende
Methadon-, buprenorphin- und morphingestützte
Behandlung für Konsumierende
Die Dosis wird für alle Substanzen individuell eingestellt, um ein psychisches und körperliches Gleichgewicht zu erreichen und das Auftreten von Entzugserscheinungen zu vermeiden.
Aufnahmebedingungen
Einzige Voraussetzung für den Beginn einer opioidgestützten Behandlung ist das Bestehen einer Heroinabhängigkeit.
Interdisziplinäres Behandlungsangebot
Die Behandlung wird von unseren Ärzten und Therapeuten individuell auf jeden Patienten abgestimmt. Auf eine optimale Einstellung der Substitutionsdosis wird besonderes Augenmerk gelegt. Falls zu einem späteren Zeitpunkt gewünscht wird, die Dosis teilweise oder vollständig abzubauen, leisten wir entsprechend Hilfe. Um den Substanzbezug besser mit dem Alltag zu vereinen, bieten wir Abgabeerleichterungen durch Mitgaben an. Der Behandlungsrahmen reicht von einer diskreten Substanzabgabe bis zur umfassenden, engmaschigen Betreuung durch unsere interdisziplinären Teams.
Wir bieten zusätzlich zur Substitution die Behandlung psychischer Erkrankungen, eine bedarfsgerechte psychosoziale Begleitung und eine allgemeine hausärztliche Versorgung mit Schwerpunkt auf Infektionskrankheiten wie HIV oder Hepatitis an.
Methadon
Methadon ist ein synthetisches Opiat, das in trinkbarer Form, als Tabletten oder Zäpfchen abgegeben wird. Die Einnahme erfolgt einmal täglich.
Buprenorphin
Buprenorphin ist ein halbsynthetisches Opiat mit langer Wirkung (etwa 24 Std.), das einmal täglich eingenommen wird. Mit entsprechender Dosiserhöhung ist auch eine Einnahme alle 2 bis 3 Tage möglich. Buprenorphin wird in Form von Tabletten abgegeben, die sich die Patienten unter der Zunge zergehen lassen. Die Aufnahme des Opiats erfolgt in der Mundhöhle, wodurch der Magen-Darm-Trakt geschont wird.
Morphin-Sulfat
Morphin steht chemisch Heroin näher als Methadon, löst aufgrund seiner verzögerten Freisetzung im Darm aber keinen «Flash» aus wie das gespritzte Heroin. Morphin wird in Kapselform einmal täglich eingenommen.
Finanzierung
Die Behandlungskosten werden durch die Krankenkassen oder falls nötig auch teilweise durch die Fürsorgeämter übernommen.