Unsere Haltung
Wir setzen uns für eine Gesellschaft ein, in der die Menschen
grundsätzlich frei sind in der Verfolgung ihrer Ziele und in der
Gestaltung ihrer eigenen Lebensentwürfe. Damit tragen sie Verantwortung für sich selbst und für ihr Umfeld.
Das Bekenntnis zur grundsätzlichen Freiheit des Menschen
bedingt die Akzeptanz, dass auch Risiken in Kauf genommen
werden. Wir wissen, dass aus dem Substanzgenuss
ein Konsumverhalten entstehen kann, das subjektiv erlebte
Probleme und/oder gesundheitliche Einschränkungen nach
sich zieht. Deshalb unterstützen wir unsere Patientinnen und
Patienten, konsumbedingte Schädigungen zu vermeiden und
den Konsum möglichst risikoarm zu gestalten. Abstinenz verstehen
wir als mögliches Ziel; das Erzwingen einer Abstinenz
erachten wir als ethisch nicht zulässig.
Die Grundsätze der Selbstverantwortung und Selbstbefähigung
haben bei problematisch Konsumierenden* eine
zentrale Bedeutung: Interventionen haben deshalb in gegenseitiger Vereinbarung zu geschehen.
Nimmt der Konsum von psychoaktiven Substanzen ein
gesundheitsschädigendes Ausmass an, besteht in der Schweiz
ein rechtlicher Anspruch auf medizinische Behandlung und
soziale Unterstützung. Rahmenbedingungen, die ein Überleben
und eine bestmögliche Lebensqualität ermöglichen,
stehen unabhängig vom Ausmass und von der Dauer des Konsums
allen Menschen zu.
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* Unter "Problematischem Konsum" verstehen wir sowohl "schädlicher Konsum" wie auch "abhängiger Konsum" von psychoaktiven Substanzen.
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